myluzi

mein Leben mit Luzi

in einer Woche gehts los

Am Mittwoch hatte ich ja nochmal einen Termin in BZ und was soll ich sagen? Endlich verlief es so, wie ich es mir vorgestellt habe.
Ich habe mich natürlich erst mal darüber beschwert, wie es bisher abgelaufen ist und dem Arzt (hatte den Termin doch nicht mit dem Prof., sondern mit einem der Oberärzte, den ich aber noch vom ersten Mal kenne) an den Kopf geknallt, dass es wohl keinen zu interessieren scheint, wie es mir geht, vor allem wegen meiner Schmerzen.
Daraufhin hatte ich im Anschluss des Gespräches einen Termin beim Schmerztherapeuten – warum nicht gleich so?
Zudem kommt bei der nächsten Tumorkonferenz auch das Thema Bestrahlung auf den Tisch.
Wie ich es nicht anders erwartet habe, geht jetzt alles wieder ziemlich schnell – fast zu schnell – doch sie sind mir sehr entgegen gekommen.
Ich werde nun Xeloda und Bisphosphonate bekommen, beides in Tablettenform und es geht am 05.05. damit los.
Wenigstens verlier ich diesmal meine Haare nicht.
Bevor es jedoch los geht, muss ich noch zum Kardiologen und wegen der Bisphosphonate auch zum Zahnarzt.
Schon witzig, Bisphosphonate helfen dem Knochen, sich aufzubauen und läßt dafür den Kiefer im Gegenzug abbauen.
Dann kommt der schönste Tag meines Lebens – meine Hochzeit.
Am 02.05. werden mir dann noch ambulant die Eierstöcke entfernt.
Die Aussage des Arztes im Bezug auf meine Eierstöcke war eindeutig:
„Sie dürfen unter keinen Umständen menstruieren. Ihre Eierstöcke bringen sie im wahrsten Sinne des Wortes um. Wären Sie schwanger geworden, hätten Sie die Schwangerschaft nicht überlebt. Vielleicht hätten Sie die Geburt in Form eines Kaiserschnittes noch geschafft, aber Sie hätten keine Chance gehabt, Ihr Kind weiter aufwachsen zu sehen.“
Dieser Satz saß. Gar nicht auszudenken, was hätte passieren können. Und die Tatsache, dass mich mein „gesunder“ Körper umbringt, macht mich irgendwie traurig.
Doch es ist, wie es ist und darum kommen sie raus – basta.
Mich nerven jetzt schon die ganzen Hitzewallungen, doch was soll ich machen? Ich kann es nicht ändern und vielleicht hab ich ja ausnahmsweise mal Glück und sie halten sich in Grenzen?
Abwarten.
Nach 3 Monaten wird dann wieder ein PET-CT gemacht, um zu sehen, wie die Chemo anschlägt.
Es ärgert mich, dass meine Metastasen erst so spät erkannt wurden. Hätte man sie von Anfang an bemerken können, hätte ich die AHT niemals ersatzlos abgebrochen, sondern hätte mich nach einer Alternative umgesehen. Doch es bringt nichts, sich über Dinge zu ärgern, die man sowieso nicht ändern kann, darum versuche ich jetzt das Beste daraus zu machen.
Die Zeit, die mir noch bleibt möchte ich mit Lebensqualität und voller schöner Momente füllen.

An meine Metastasen:
Ihr kleinen Feiglinge, habt euch zusammen getan, da ihr ganz genau wisst, dass ihr alleine nicht gegen mich ankommt, oder?
Doch ich verspreche euch, ihr werdet euer blaues Wunder erleben.
Ich werde jeder Einzelnen von euch in den Arsch treten, so wie ich es davor schon mit Luzi getan habe.
Ihr unterschätzt mich gewaltig und habt euch erneut mit der Falschen angelegt!!!

Meine Lieben, ich wünsche euch allen noch einen schönen Sonntag

Eure Conny turtle

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2 Antworten zu “in einer Woche gehts los

  1. Raic April 28, 2014 um 13:39

    Klare Ansage gegen die Metas. Und Punkt.
    Kiss

  2. sue April 27, 2014 um 19:32

    Deinen Text an die Metas unterschreibe ich mit 🙂

    lg sue

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