myluzi

mein Leben mit Luzi

Entlassungsbericht nach OP

vom 17.05.11

Diagnose(n):
Invasiv-ductales Mammacarcinom rechts, TNM: ypT1c, pN1a (1/2 sn), M0, L0, V0, Pn0, R0, G3
Z.n. Stanzbiopsie mit Clip-Einlage am 28.10.2010
Z.n. Sentinel-Node-Biopsie rechts am 29.10.2010
Z.n. Portanlage
Z.n. neoadjuvanter Chemotherapie mit 3 Zyklen FEC und 3 Zyklen Taxotere

Nebendiagnose(n):
Armvenenthrombose links (11/10)

Therapie:
BET rechts nach Drahtmarkierung am 08.04.2011
Nachresektion am 13.04.2011

Histologie:
Invasiv-ductales Carcinom G3, 1,0 x 0,6 x 0,6 cm mit ausgeprägter Tumorsklerose und regressiven Veränderungen mit wenigen peritumorösen High-Grade-DCIS-Anteilen. Das Carcinom wurde am ventralen Rand knapp im Gesunden excidiert (höchstens 1 mm Abstand). Die übrigen tumorfreien Abstände nach cranial 0,3 cm, nach caudal 0,3 cm, sonst 1 cm und mehr.
Ventro-craniales Mamma-Nachresektat rechts mit winzigstem Ausläufer an der Tumorhöhlenseite des vordiagnostizierten, stark regressiv veränderten, wenig differenzierten invasiven ductalen Carcinoms mit einzelnen knospenförmigen Tumorzellverbänden, ebenfalls mit sklerosiertem Stroma.
Der max. Resttumoranteil misst hier 0,5 mm, damit beträgt die gesamte Tumorausdehnung knapp über 1,0 cm. Der minimale tumorfreie Abstand zur tumorfernen Seite beträgt 1,4 cm. Tumorfreies caudales Mamma-Nachresektat.
1 Sentinel-Lymphknoten aus der rechten Axilla mit diffuser Metastase des bekannten, wenig differenzierten, invasiven ductalen Mammacarcinoms ohne extranodalem Carcinomwachstum- Ein tumorfreier Sentinel-Lymphknoten.

Hormonrezeptoren:
ER: 12/12 (stark positiv)
PR: 12/12 (stark positiv)
Her2/-neu: 1+ (neg.)
KI 67: 30 %

Tumormarker:
CEA: 1,5 ng/ml (normal)
CA 15-3: 17,6 U/ml (normal)

Befunde

Mamma-Sonographie:
ca. 25 x 16 x 25 mm großer Herd rechts bei 10 Uhr, BIRADS V. nach neoadjuvanter Chemotherapie ist der Befund an der rechten Mamma nur noch unsicher abgrenzbar, ca. 14 mm.

Präoperative Diagnostik:
EKG, Rö.-Thorax: unauffällig

Umfelddiagnostik:
Lebersonographie, Rö.-Thorax und Knochenszintigraphie: kein Hinweis auf Filiae

Herzecho: unauffällig

Verlauf:
Aufgrund des ausgedehnten Befundes wurde zunächst eine neoadjuvante Chemotherapie mit 3 Zyklen FEC gefolgt von 3 Zyklen Taxotere durchgeführt. Wegen milder Polyneuropathie nach dem 1. Zyklus Taxotere erfolgten die weiteren beiden Zyklen Taxotere in 80% der Dosis. Bei der Patientin kam es zum Auftreten einer ausgedehnten Thrombosierung im Bereich des linken Armes im November 2010. Eine duplexsonographische Kontrolle im Januar 2011 zeigte ein wieder frei durchgängiges Venensystem im Bereich des linken Armes. Auf eine Axilladissektion wurde unter Berücksichtigung der neuesten Leitlinien und in Absprache mit der Patientin verzichtet. Da ventral nur sehr knapp im Gesunden excidiert wurde, erfolgte nach mehrfacher Rücksprache mit den Histopathologen eine Nachresektion. Die Patientin wurde über die Meldung an das Baden-Württembergische Krebsregister informiert.
Der intra- und postoperative Verlauf gestalteten sich komplikationslos.

Therapieempfehlung:
Entsprechend der interdisziplinären Tumorkonferenz vom 19.04.2011 empfehlen wir folgende Nachbehandlung:
Bestrahlung der Brust und der Lymphabflusswege, parallel antihormonelle Therapie mit Tamoxifen und nach der Radiatio GnRH für 2 Jahre. Außerdem wurde der Patientin eine humangenetische Beratung empfohlen.

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